Wir sechs und unsere Reise

Manchmal kommt es anders, als man denkt.

Das wir diese Reise gemacht haben war so unendlich wichtig. Wir haben gelernt, dass nichts mit Kindern unmöglich ist.

Die langen Autofahrten meisterten die Zwerge alle vier mit Bravur. Die großen Brüder haben Grimassen geschnitten und unter Leons Sitz befand sich eine kleine Holzbox mit verschiedenen Spielzeugen, Schnullern, Spucktüchern und Biskotten. All die Dinge reichte er den Kleinen, wenn sie mal schlechte Laune hatten.
Und im Notfall blieben wir einfach stehen.

Die Autofahrten waren immer wieder mal Thema vor der Reise. Jetzt erst merke ich, dass ich mir darüber unnötig Sorgen gemacht habe. Wir haben verschiedene Strecken geschafft in wenigen Stunden. Wir sind von Stockholm bis Trelleborg in einem Tag gefahren und dann die restliche Strecke bis nach Hause auch in einem Tag. 

Eigentlich ist Flo die ganze Zeit gefahren, denn ich war untertags zu müde und in der Nacht hab ich fast nichts gesehen! :)
Er hat das einfach toll gemacht. Wir werden auch in Zukunft weite Strecken mit dem Auto in den Urlaub fahren. Nur brauchen wir für uns sechs dringend ein riiiiiesen großes Zelt oder einen Wohnwagen. Einen Lieferwagen mit sechs Sitzplätzen umzubauen wäre auch eine Möglichkeit. :)

Wir dachten uns ja eigentlich, dass wir euch von Schweden viel berichten werden. Jeden Abend setzen wir uns gemeinsam zum Laptop, das war unser Plan! :) An der Umsetzung scheiterte es, weil ich einfach zu müde war. So viele neue Eindrücke, so viel zu tun und zu planen. Die großen Twins genossen unsere volle Aufmerksamkeit wenn die kleinen Twins endlich schliefen, egal ob untertags oder abends. 

Jeden Tag haben wir mindestens einmal frisch gekocht. Flo und ich teilten uns das Kochen, mal gab es Reis mit Gemüse, mal Chili con carne, dann gab es Ripperl mit Kartoffeln, Championssauce, Milchreis oder auch Nudelsalat.

Viel Arbeit war das tägliche mehrmalige abkochen der Babyflaschen und Schnuller. Dadurch das Levi in Schweden gleich zwei Zähne bekam, brauchte er nachts immer wieder mal eine Flasche, damit er zurück in den Schlaf fand. Aber egal wie laut er gebrüllt hat, die drei anderen Kids wurden zum Glück nie wach.

Eine Horrornacht war die, in der wir beide laut hustend munter wurden. Auch die Kinder husteten und er entdeckte, dass das Pfefferspray, das wir neben uns liegen hatten ausgelaufen war. Wir lüfteten, aber es dauerte trotzdem lange, bis dieses Kratzen und der Schock in uns nachgelassen haben. 

Gesehen haben wir viele Dinge, Dinge die uns noch immer beschäftigen. Dinge die uns bewegt haben, di uns zum Umdenken angeregt haben und die uns einen Tritt in die für uns richtige Richtung gegeben haben. Wir haben Familien kennen gelernt, die uns fasziniert haben. Eltern die ihre Kinder frei lernen lassen. Eltern die anders sind und dazu stehen, dass sie aus der Masse heraus stechen. 
Ich beneide sie, um ihren Mut! Um ihren Mut gegen den Strom zu schwimmen! Macht weiter so! :)

Schweden - wir sehen uns bald wieder :)

Kommentar schreiben

Kommentare: 0