Die Worte einer Hebamme

Jeder kennt die 6 aus unserem Ort.

Ich habe Nici und Flo erst in der zweiten Zwillingsschwangerschaft persönlich kennen gelernt. Zugegeben wurde zuvor schon über die, die zum 2. mal Zwillinge bekommen geredet. Damals war ich zu meinem zweiten Kind schwanger und dachte mir: „Wow cool.“

Heute, wo ich 2 lebhafte Kinder habe fällt mir „Job around the clock“ ein. Umso mehr bewundere ich die Gelassenheit von Nici und Flo in dieser Großfamilie und verfolge mit Begeisterung diesen Blog.

So nun zu meinem Gastbeitrag:

Als Hebamme in einem Schwerpunktkrankenhaus habe ich häufig mit Mehrlingsschwangerschaften zu tun. Zwillingsgeburten sind eine zahlenmäßig kleine, wenngleich wachsende Gruppe.

Die steigende Anzahl an Mehrlingsschwangerschaften erklärt sich durch die Hilfe moderner Reproduktionsmedizin (20% aller Zwillings- und 90% aller Drillingsschwangerschaften in Österreich).

Nicht immer bedeutet eine Mehrlingsschwangerschaft auch doppeltes Glück: erhöhte Komplikationsrate in der Schwangerschaft, manchmal auch extrem belastende Situationen, lange Krankenhausaufenthalte, viele Babys kommen früher (zwei Drittel) und die meisten per Kaiserschnitt zur Welt.

Eine fitte Zwillingsschwangere bis zum Schluss, wie es Nici war, ist eher eine Seltenheit.

Laut den Studien sollten Zwillingsgeburten nach der 38. Schwangerschaftswoche eingeleitet werden, da die Babys danach nicht mehr optimal im Bauch versorgt sind.

Irgendwie war ich mir sicher, dass Nici und Flo bestimmt eine gute Geburt haben werden, weil sie sich eine natürliche Geburt so sehr wünschten und weil sie die beste Hebamme von hier bis Texas hatten. (Erika, ich hoffe du liest das )
Ihr wart echt ein megatolles Team.

Wieder ein paar Fakten: Nur ca. 16 % aller Zwillinge werden normal geboren.

In den meisten Krankenhäusern ist die Voraussetzung für einen normalen Entbindungsversuch, dass der erste Zwilling (Führender Zwilling) mit dem Kopf nach Unten liegt.
Nach der Geburt des ersten Zwillings legt sich der zweite Zwilling meist spontan mit dem Kopf oder dem Gesäß (Steißlage) nach Unten in die Gebärmutter und rutscht nach.

In meinen bisherigen Kreißsaaljahren durfte ich auch einige Zwillingsgeburten begleiten und es waren wundervolle Erfahrungen.

Frauen, die eine Zwillingsschwangerschaft ohne Zusatzrisiken haben und den Wunsch einer normalen Geburt äußern, sollten unterstützt werden, ihre Kinder auf natürliche Weise zu gebären.

Viel Freude mit eurer Rasselbande wünscht Euch von Herzen Johanna

Der Beitrag stammt von der wunderbaren Hebamme Johanna Bachmaier.

Liebe Johanna, vielen lieben Dank für deinen Beitrag! 
Nici & Flo

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