Unser Ausflug zur längsten Burg der Welt

Hallo meine Lieben. Da ich jetzt ein paar Tage hinter einander Urlaub habe wollten wir diese Zeit mit ein paar Ausflügen gestalten. Nici wollte unbedingt nach Burghausen fahren, zur längsten Burg der Welt. Ich stimmte ihr sofort zu, denn ich bin einmal nachts vorbeigefahren und die komplette Burg war beleuchtet. Es war ein Anblick, der gewaltig war. In Burghausen angekommen machten wir uns auf den Weg Richtung Burg. Dorthin war zufällig ein Bauernmarkt aufgebaut. Wir bogen rechts ab und wollten uns den Markt ansehen. Nici fiel sofort der Bauer auf, der Salatpflanzen und diverse Stecklinge verkaufte. Nach ein paar Minuten hatten wir einen Berg voll mit Salatpflanzen, Erdbeerpflanzen und noch einiges an Gemüse gekauft. Und schon war ich wieder am Weg in das Auto, denn die Pflanzen, wollte ich nicht mitnehmen auf unserer Erkundungstour. So, die Pflanzen wurden verstaut und endlich konnte es los gehen. Wir gingen Richtung Burg und das bei traumhaftem Sommerwetter und mit richtig guter Laune. Als wir bei der Burg ankamen, waren wir sofort beeindruckt. Diese vielen Vorhöfe, es waren insgesamt fünf bis zur Hauptburg war einfach wunderschön. Die Straßen waren mit Flusssteinen eingelassen. Es wirkte, als wären mehrere Burgen hintereinander und nicht wie eine große. Hinter den dicken Mauern, den vielen kleinen Häuschen leben bis heute Menschen. Ich fing sofort zum Träumen an und malte mir aus wie es wohl wäre hier zu wohnen mit Blick über die Stadt und das Flair in diesem Haus. Ich stelle mir das ja ziemlich cool vor, dort zu leben wo vor ein paar hundert Jahren Ritter wohnten. 

Wir erkundeten die Gebäude und die Gänge dieser Burg. Leon und Luca hatten riesigen Spaß, sie hüpften von Begrenzungskugeln zu Begrenzungskugel, sie saßen immer wieder in den vielen kleinen Kanonenschlitzen in der Mauer, schauten hinunter auf die Salzach, oder auf der anderen Seite hinunter auf den Wöhrsee. Dieser Anblick, wenn die Großen auf den Steinen herumhüpften löste bei den Kleinen einen richtigen Lachkrampf aus. Es ist ja immer wieder schön zu sehen, wie wenig es eigentlich braucht, um ein Kinderlächeln zu bekommen. Bei einer kleinen Aussichtsplattform genossen wir den Blick auf die Umgebung. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Ein richtig schöner und großer Badesee lag dort unten. Ich beobachtete das Wasser und ich bildete mir ein einen Fisch gesehen zu haben. Von dort oben, sah er aus wie ein Goldfisch, doch ich sagte zu Nici, das ist ein Karpfen. Ja na klar was denn sonst. 

Nach unserem Rundgang auf der Burg entschlossen wir uns das wir uns den Badesee genauer ansehen werden. Der Weg nach unten war richtig steil. Die Bremsen unseres Kinderwagens liefen schon richtig heiß. Desto weiter wir runterkamen desto mehr dachte ich mir „Oh mein Gott, das alles wieder raufschieben“. Plötzlich war es doch vielleicht gar nicht mehr so cool unbedingt den See von unten zu sehen. Der Anblick dieses Sees mit klarem Wasser und einer Färbung das man meinen könnte man wäre im Urlaub. Da entdeckte Leon plötzlich tausende Kaulquappen. Dann ging es schon los mit dem fangen dieser winzigen Geschöpfe. Leon brauchte natürlich gleich ein Glas denn, ein paar von ihnen mussten ja mit uns nach Hause fahren. 


Den ganzen Weg um den See hatte Leon nur noch Augen für die Kaulquappen. Ich hielt unterdessen immer Ausschau nach Karpfen. Und dann war es soweit ich sah einen Karpfen beim fressen. Immer wenn ich einen Karpfen sehe schlägt mein Herz so schnell und stark. Für mich sind es bezaubernde Kreaturen. Jeder Fisch ist so einzigartig. Dann sahen wir auch noch ein paar kleine Hechte, die auf ihr Abendessen lauerten. Als wir denn Badesee umrundeten dachte ich mir, „Cool da geht ein Weg direkt rauf zur Burg rauf!“. Und das Beste daran, er sah auch nicht so steil aus. Voll motiviert schob ich diesen schweren Kinderwagen Richtung Burg. Kurz nach der Hälfte war Endstation. So wie es aussieht wären der Rest Stufen. Ich dachte mir, ich falle vom Glauben ab. Jetzt wo ich mich mit diesem Kinderwagen bis hier hochgequält habe ist es vorbei mit schieben. Nici meinte komm wir drehen um. Ist doch besser, wenn wir vorne rauf gehen. Nein! Nicht mit mir. Jetzt bin ich schon da und der Weg führt jetzt über diese Stufen zur Burg. Und los ging es. Während wir die ersten Stufen rauf gingen, beklagte ich mich bei Nici, warum man das nicht hinschreiben kann, dass es hier mit dem Kinderwagen nicht geht. Mein Jammern führte bei Nici zu einem Lachflash. Sie fing so zu Lachen, an das wir absetzten, mussten. Plötzlich schnappte ihr Lachflash auf mich über und wir beide standen mitten auf den Stufen und konnten uns vor Lachen nicht mehr zusammenreißen. Ein junges Pärchen kam uns entgegen. Doch als sie uns sahen drehten sie gleich wieder um. Ich dachte mir, habt ihr noch nie jemanden mir einem Lachflash auf einer Stufe gesehen? Nach gefühlten tausend Stufen und zehn Lachanfällen kamen wir endlich oben an. Ich schrie nach einem Sauerstoffzelt, doch es kam leider keiner. Ich war zu diesem Zeitpunkt bereit, um nach Hause zu fahren. Meine Beine und Hände schmerzten von dem Tragen des Kinderwagens und des Stufen Steigens. Bei dem ganzen Programm hatten wir komplett auf das Essen vergessen. Nici und ich hatten richtig Lust auf einen Döner. Nichts wie in die Stadt dort gibt es sicher was zu essen. Ähhhhhm? Nö! Gibt es nicht. Nach einer halben Stunde des Suchens gaben wir auf. Dann muss es halt unterwegs etwas werden mit dem Essen. Am Ende gab es dann zuhause etwas zu Essen und es hat nach so einem anstrengenden Tag einfach richtig gut getan etwas zu essen und sich zu entspannen. Ich hatte schon lange keinen so lustigen und anstrengenden Tag mehr. Wieder einmal ist mir bewusst geworden, wie wichtig Zeit ist und wie sehr es die Kinder und auch Nici schätzen diese gemeinsame Zeit mit mir zu verbringen.

 

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und bis bald, euer Flo.


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Kommentare: 1
  • #1

    Sabine (Sonntag, 05 Mai 2019 16:53)

    Echt cool das Ihr euch da rauf geplagt habt! Hätte ich gerne gesehen �� Eine Burg zu erkunden ist richtig spannend! Die Kinder waren am Abend bestimmt streichfähig...
    Macht nur immer weiter so, ist echt inspirierend �